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Die Corona-Krise hat auch vor Michelstadt und unserer Region nicht halt gemacht. Die aktuellen Maßnahmen sind – außer Frage –
Für die Michelstädter GRÜNEN ist das Ergebnis der Kommunalwahl deutlich: Die Menschen wünschen sich mehr GRÜNE Inhalte in der Michelstädter
Am 20.02.2021 habe ich ein schriftliches Interview mit der Initative »Odenwald gegen Rechts« geführt. Meine Antworten sind im Folgenden aufgeführt.
Über diesen Link kann man die Veranstaltung auf Youtube ansehen.
Eckpunktepapier für den EntstehungsprozessMit seiner jahrhundertealten Geschichte ist die 16 000 Einwohner-Stadt Michelstadt eingebettet in den historischen und kulturellen Kontext
Michelstadt muss einen fairen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Das bedeutet, dass wir als Stadt darauf hinarbeiten, hier bei uns vor
Echter Klimaschutz bedeutet die Sicherung unseres Lebens— für uns und für unsere Kinder. Michelstadt kann und muss etwas tun. [mehr]
Mit guten Ideen, Wohlwollen, Geduld, Mut und einer Portion Humor gewinnt Michelstadt. Odenwaldhalle Die Odenwaldhalle soll neu geplant werden. Sie
Am Freitag, den 12.02.2021 gab es ein Gespräch mit dem grünen Bürgermeisterkandidat Dr. Jonas Schönefeld. Als Gäste waren eingeladen Jochen
Michelstadt braucht neue, zeitgemäße Verkehrskonzepte für Fußgänger*innen, Radfahrer*innen und den Autoverkehr ›› › Mobilität für alle! RadwegekonzeptVerwirklichung des Michelstädter Radwegekonzeptes

Corona-Sofortprogramm für Michelstadt

Die Corona-Krise hat auch vor Michelstadt und unserer Region nicht halt gemacht. Die aktuellen Maßnahmen sind – außer Frage – notwendig, um Menschenleben zu schützen. Gleichzeitig leiden Gewerbetreibende in vielen Branchen, Kulturschaffende und Menschen mit niedrigen Einkommen ganz besonders unter der Krise und benötigen Unterstützung. Deshalb sind für mich zwei Schritte unabdingbar, um Strukturen zu schützen und gemeinsam und solidarisch diesen enormen gesellschaftlichen Herausforderungen zu begegnen:

Corona-Sofortprogramm für Michelstadt

Michelstadt benötigt ein Corona-Sofortprogramm, um die akuten Herausforderungen in den Bereichen Gewerbe, Kultur, Soziales und angegliederten Bereichen abzumildern. Das Sofortprogramm soll aus einer Zusammenarbeit der politischen Gremien mit Vertretern*innen der Michelstädter Zivilgesellschaft und des Gewerbes entstehen und die folgenden Schritte umfassen:

  1. Einrichtung eines Corona-Krisenstabes bei der Stadt Michelstadt, der sich kontinuierlich mit der Lage beschäftigt.
  2. Bestandsaufnahme der akuten Situation: Welche Gewerbe, Kulturschaffenden und Menschen sind von der Corona-Krise in besonderem Maße betroffen, wo stehen Existenzen akut auf dem Spiel?
  3. Beratung der Sofortmaßnahmen in einer interfraktionellen-Arbeitsgruppe mit Beteiligung von Vertretern*innen des Gewerbes, der Kulturschaffenden und der Zivilgesellschaft. Die Lösungsansätze werden gemeinsam beraten, öffentlich diskutiert und parlamentarisch beschlossen (ggf mit Hilfe des Notparlaments nach HGO § 51a).
  4. Konsequente Umsetzung der Sofortmaßnahmen.

Denkbare Maßnahmen sind:

  • Städtische Beratung bei Zahlungsproblemen (z.B. Pacht) und Beratung bei Anträgen der Corona-Hilfen
  • Einrichtung einer online Arbeitsgruppe für alle Gewerbetreibende, um gemeinsam nach Lösungen aus der Krise zu suchen (z.B. über Gutscheinprogramme; gemeinsame Online-Vermarktung etc)
  • Einrichtung von Computer-Arbeitsplätzen für Schüler*innen, bei denen zu Hause das Equipment fehlt (in Zusammenarbeit mit den Schulen und der Stabsstelle Integration)
  • Besseres Bekanntmachen der Hilfsangebote, die z.B. im Rahmen der Nachbarschaftshilfe bereits zur Verfügung stehen.
  • Direkte finanzielle Unterstützung für Kulturschaffende, um alternative Veranstaltungsformate zu ermöglichen (z.B. Online- oder Hybridveranstaltungen).

5. Regelmäßige Wirksamkeitsüberprüfung der Maßnahmen und dynamische Anpassung, wo notwendig. Diese erfolgt über die regelmäßigen Treffen des Corona-Krisenstabes der Stadt.

Langfristige Öffnungsstrategie für Michelstadt

Sobald Lockerungen wieder möglich sind, muss Michelstadt bereit sein,möglichst stark zu starten. Dafür soll die interfraktionelle Arbeitsgruppe in Zusammenarbeit mit dem Gewerbe, den Kulturschaffenden und der Zivilgesellschaft eine kohärente Öffnungsstrategie erarbeiten. Ziel ist es, auf eine innerstädtische Zusammenarbeit hinzuwirken, um Synergien zu erkennen und zu nutzen und nicht notwendige Konkurrenz zu vermeiden. Folgende Maßnahmen sollten in diesem Zusammenhang geprüft werden:

  1. Ausweitung bzw. Vorziehen verkaufsoffener Sonntage; Michelstadt soll sich dazu über den Hessischen Städte- und Gemeindebund beim Land Hessen stark machen.
  2. Erarbeitung Corona-kompatibler Kombinationsangebote der Gewerbetreibenden (z.B. Veranstaltungen u. Übernachtungsmöglichkeiten).
  3. Erarbeitung von Corona-kompatiblen Veranstaltungsformaten für Kulturschaffende, ggf in hybrider Form (online- und offline). Auch kleinere/dezentrale Veranstaltungsformate sind denkbar, z.B. über Workshops in Städtischen Räumen.
  4. Zusätzliche Bildungs- und Unterstützungsangebote für Familien und Schüler*innen, um Lücken aus der Zeit des Lockdowns konsequent aufarbeiten zu können. Hier sollten in Zusammenarbeit mit der Stabsstelle Integration und der/dem neuen Jugendpfleger*in und den Vereinen Möglichkeiten generiert werden.
  5. Vorziehen/schnelle Umsetzung städtischer Sanierungs- und Bauprojekte, um – wo immer möglich – mit lokalem Gewerbe zusammenzuarbeiten.
  6. Verstärkung der personellen Ressourcen im Gewerbemanagement der Stadt.

Konstituierung der Fraktion: Green Team für Michelstadt steht

Für die Michelstädter GRÜNEN ist das Ergebnis der Kommunalwahl deutlich: Die Menschen wünschen sich mehr GRÜNE Inhalte in der Michelstädter Stadtverordnetenversammlung. Diesen Auftrag nimmt die GRÜNE Fraktion gerne an und wird sich unter anderem für mehr soziale Gerechtigkeit, Klimaschutz und eine Verkehrsführung, die alle Verkehrsteilnehmer*innen gleichermaßen berücksichtigt, einsetzen.

Mit einem Stimmenzuwachs von 3,63% auf insgesamt 13,49% konnten die GRÜNEN in der Stadtverordnetenversammlung einen Sitz hinzugewinnen. Somit stellen sie nun 5 der 37 zu vergebenden Sitze. Auf der konstituierenden Fraktionssitzung am 13.04.2021 wählte die Fraktion aus ihrer Mitte den ehemaligen Bürgermeisterkandidaten Dr. Jonas Schönefeld (Michelstadt) einstimmig zu ihrem neuen Vorsitzenden. „Ich freue mich riesig, mich nun in dieser Rolle für meine Stadt einsetzen zu dürfen und bedanke mich für das große Vertrauen meiner Fraktion“, so Dr. Schönefeld zu seiner Wahl. „Mein Dank gebührt außerdem meinem Vorgänger Frank Diefenbach, sowie den vielen GRÜNEN Mitgliedern und Unterstützer*innen in Michelstadt, mit denen wir gemeinsam einen grandiosen Wahlkampf führen konnten, der von den Wähler*innen honoriert wurde.“

Auf der Fraktionssitzung wurde des Weiteren Monika Fuhrig (Michelstadt), die bereits viele Jahre Teil der Stadtverordnetenversammlung ist, als stellvertretende Fraktionsvorsitzende gewählt. Sie wird außerdem weiterhin die Fraktionskasse verwalten. Das Amt der Schriftführerin übernimmt Ulrike Kloß (Michelstadt). Für den Magistrat der Stadt Michelstadt werden die GRÜNEN den erfahrenen Stadtverordneten Tim Koch (Michelstadt) vorschlagen. „Tim ist eine ausgezeichnete Besetzung für diesen wichtigen Posten, denn er bringt nicht nur Erfahrung, sondern auch das nötige Urteilsvermögen und Sachkenntnis mit, um unsere GRÜNEN Ideen im Magistrat kraftvoll zu vertreten,“ kommentierte der Fraktionsvorsitzende Dr. Schönefeld die Wahl.

Für die Ausschüsse der Stadtverordnetenversammlung schlagen die GRÜNEN vor: Dr. Schönefeld für den Haupt- und Finanzausschuss; Monika Fuhrig für den Jugend- und Sozialausschuss; die ehemalige Landratskandidatin Petra Neubert (Michelstadt) für den Planungs-, Umwelt- und Verkehrsausschuss; und Ulrike Kloß für den Kultur-, Tourismus- und Marktausschuss. Für das vorgeschlagene Magistratsmitglied Tim Koch steht Hatiyce Pankow-Kus (Michelstadt) als Nachrückerin für die Fraktion bereit. Die weiteren Nachrücker*innen sind Thomas Walther (Michelstadt) und Julia Hartl (Weiten-Gesäß), die die Fraktion zunächst beratend unterstützen werden. Der scheidende Fraktionsvorsitzende Frank Diefenbach bedankt sich für das Vertrauen der Wählerinnen und Wähler. Nachdem er bei der Wahl die Liste unterstützt hatte, hat er sich nun entschlossen, sein Mandat abzugeben. „Dass die Wählerinnen und Wähler mich nach vorne kumuliert haben, ehrt mich sehr. Durch meinen Verzicht können jetzt aber engagierte neue Kräfte in der Fraktion Verantwortung übernehmen,“ so der Landtagsabgeordnete zu seiner Entscheidung.

„Die GRÜNE Fraktion ist eine tolle Mischung aus bewährten Menschen und jungen Neueinsteiger*innen. Wir werden uns mit viel Energie für unsere Stadt und die Umwelt einsetzen“, so die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Monika Fuhrig zum Abschluss.

Interview mit Odenwald gegen Rechts

Am 20.02.2021 habe ich ein schriftliches Interview mit der Initative »Odenwald gegen Rechts« geführt. Meine Antworten sind im Folgenden aufgeführt. Die Antworten der anderen Bürgermeisterkandidat*innen können Sie hier nachlesen.

1 Extremismus-Prävention und Demokratiestärkung sollten nicht alleine den staatlichen Institutionen überlassen werden. Wie können aus Ihrer Sicht zivilgesellschaftliche Akteure, wie »Odenwald gegen Rechts – bunt statt braun«, unterstützt und gestärkt werden?
Zivilgesellschaftliche Akteure wie »Odenwald gegen Rechts – bunt statt braun« (OgR) sind ein elementarer und unverzichtbarer Teil unserer Gesellschaft, der mit allen Kräften unterstützt werden muss. Ich möchte, dass Initiativen wie OgR in der Stadtpolitik mehr Gehör finden, indem wir sie zum Beispiel als Expert*innen bei gegebenen Anlässen zu städtischen Gremien einladen und einen Geprächskanal mit Stellen wie der Stabsstelle Integration offen halten bzw. stärken. Praktisch kann die Stadt beispielsweise beim Bereitstellen von Räumlichkeiten für Treffen unterstützten. Bei Anträgen für Fördergelder jeglicher Art kann die Stadt beratend tätig werden.

2 Wird sich mit Ihrer Unterstützung der Odenwaldkreis um eine Partnerschaft für Demokratie (PfD), ein Projekt aus dem Bundesprogramm »Demokratie leben« bemühen?
Da sich diese Frage auf die Kreispolitik bezieht, bekommen Sie die Antwort auf diese Frage von den GRÜNEN Odenwaldkreis. Grundsätzlich stehe ich Bemühungen für Förderung aber natürlich offen und wohlwollend gegenüber.

3 Eine weltoffene Gesellschaft profitiert von der Vielfalt der Kulturen und Religionen. Mit welchen Integrationskonzepten wird dies unterstützt?
Michelstadt war immer eine weltoffene Stadt und schöpft daraus viel Kraft. Deshalb muss die erfolgreiche Arbeit der „Stabsstelle Integration“ weitergeführt werden. Ich stehe für eine ganzheitliche Integrationsarbeit, die auf ein Miteinander verschiedener Institutionen setzt (Stadt, Vereine, Initiativen usw.) und den Menschen in den Mittelpunkt stellt. Die Interkulturelle Woche ist ein tolles Beispiel dafür und muss weitergeführt und gestärkt werden. Aber auch ganz praktische Schritte sind wichtig – z.B., dass die Stadt Michelstadt wichtige städtische Seiten in unterschiedlichen Sprachen anbietet, um somit (z.B. auch sprachliche) Barrieren abzubauen.

4 Mit welchen Angeboten oder Programmen werden kommunalpolitischVerantwortliche und engagierte BürgerInnen gegen Anfeindungen von Populisten geschützt und in Ihrer Haltung gegen Rassismus bestärkt?
An dieser Stelle halte ich Förderungen zur Demokratiebildung für elementar, die bereits in den Schulen beginnen muss, aber auch im Rahmen von Erwachsenenbildung weitergeht, z.B. an den Volkshochschulen und im Rahmen von Bildungsurlaub. Niederschwellige Angebote, die unterschiedliche Menschen zusammen bringen und für gegenseitiges Verständnis sorgen, sind hierfür elementar. Gleichzeitig ist gerade hier eine Zusammenarbeit mit den Sicherheitsbehörden sehr wichtig, damit jede Art von Anfeindung konsequent dokumentiert wird und rechtsstaatlich verfolgt werden kann.

5 Rechte Gruppierungen befördern mit falschen Informationen, Halbwahrheiten oder plakativer Hetze eine gesellschaftliche Spaltung. Wie möchten Sie sich dieser spaltenden Stimmung entgegenstellen und wie gedenken Sie, mit der sogenannten „Alternative“ für Deutschland und anderen rechtspopulistischen oder rechtsextremen Gruppierungen in den Kommunen und im Kreistag umzugehen?
Ich finde es gut, dass die „Alternative für Deutschland“ in Michelstadt nicht für die Stadtverordnetenversammlung kandidiert – das spiegelt unser weltoffenes und tolerantes Klima wider. Trotzdem gibt es leider auch bei uns spaltende Kräfte. Sämtliche demokratischen Parteien müssen – anders als kurzzeitig im Thüringer Landtag geschehen– durch ihre am Grundgesetz orientierten Politik ganz klar machen, dass für rechte Hetze, für spaltenden Hass, für Ausgrenzungen keinerlei politische Chance in Michelstadt besteht. Die Stadt ist dabei natürlich in der Verantwortung, politische Entscheidungen transparent für die Bürger*innen darzustellen. Hier hilft Transparenz städtischen Handelns. Deshalb setzen wir uns als Grüne beispielsweise gerade in Corona-Zeiten für einen Video-Livestream der Stadtverordnetenversammlung und anderer wichtiger Gremien ein. Leider wurde ein diesbezüglicher Antrag in der Michelstädter Stadtverordnetenversammlung mit Stimmen der anderen Parteien mehrheitlich abgelehnt.

6 Schließen Sie eine Zusammenarbeit mit Parteien und Wählervereinigungen, die integrations- und migrationsfeindliche Positionen vertreten, aus (Diskriminierung, Rassismus, Antisemitismus, Antiziganismus, Islamfeindlichkeit)?
Ja!

7 Werden Sie sich für Veranstaltungen, wie die Internationalen Wochen gegen Rassismus oder die Interkulturellen Wochen einsetzen und daran beteiligen?
Selbstverständlich und das mit aller Kraft. (Siehe meine Antwort zur interkulturellen Woche oben.)

8 Setzt sich Ihre Partei dafür ein, dass die kommunalen Mitarbeiter*innen für die Themen Anti-Rassismus und Anti-Diskriminierung sensibilisiert werden und entsprechende Fortbildungen erhalten?
Ja, die Fortbildung der Verwaltung ist ein wichtiger und gesetzter Bestandteil GRÜNER Politik. Die ersten Schritte in Form von Workshops, von Weiterbildung für städtische Mitarbeiter*innen sind bereits gemacht.

Masterplan 2030 für Michelstadt

Eckpunktepapier für den Entstehungsprozess

Mit seiner jahrhundertealten Geschichte ist die 16 000 Einwohner-Stadt Michelstadt eingebettet in den historischen und kulturellen Kontext des Odenwalds, Hessens, Deutschlands, Europas und der Welt. Michelstadt war immer eine Stadt, die aus ihrer Vielfalt und aus den Ideen der Neuankömmlinge und derer, die schon lange da waren, Kraft und Innovation geschöpft hat. Dies ist heute an vielen Stellen sichtbar.

Gleichzeitig sieht sich Michelstadt auch großen Herausforderungen gegenübergestellt. So gilt es, durch innovative Ansätze eine zeitgemäße Lebens- und Arbeitswelt in der „Stadt auf dem Lande“ zu kreieren und dabei niemanden zurückzulassen. Ziel ist, die Attraktivität der Stadt weiter zu steigern. Dies gilt in der aktuellen Corona-Pandemie, aber auch weit darüber hinaus. Der demographische Wandel muss sinnvoll gestaltet und begleitet werden und Michelstadt muss einen fairen Beitrag zum Klimaschutz leisten.

Um stark für die Zukunft zu sein, braucht Michelstadt einen Masterplan 2030. Der Plan soll eine Vision für Michelstadt am Ende dieses Jahrzehnts und darüber hinaus entwickeln. Er baut auf bestehenden Planungen auf (z.B. das Integrierte Stadtentwicklungskonzept ISEK, das Erbach/Michelstadt Fahrradkonzept, Citta Slow), identifiziert Schwerpunkte und definiert konkrete Umsetzungspfade.

Der Masterplan 2030 für Michelstadt soll in Zusammenarbeit mit der Bürgerschaft, mit Vereinen, Engagierten und Institutionen entstehen. Dazu werden Instrumente wie Bürgerforen und Ideen-Cafes, Befragungen und Expertenanhörungen verwendet, um ein möglichst breites Spektrum von Ideen und Lösungsmöglichkeiten zu berücksichtigen.

Dieser Prozess strukturiert sich in drei Phasen:

  1. Vision Michelstadt 2030 – wie soll unsere Stadt aussehen? Was sind ihre Stärken? Wo muss verbessert werden, was wünschen sich die Bürgerinnen und Bürger?
  2. Bestandsaufnahme; Definition von konkreten Zielen und Umsetzungspfaden
  3. Priorisierung der Vorhaben und Verabschiedung durch die städtischen Gremien

Die Masterplanentwicklung erfolgt in einem integrierten Ansatz der Stadtentwicklung, der in den folgenden Schwerpunkten umgesetzt wird (hier in Vorschlagsform; Erweiterungen sind möglich):

• Nachhaltiges Arbeiten, Wirtschaften und Daseinsvorsorge
• Wohnen
• Bildung und Ausbildung, inkl. Hochschulstandort
• Mobilität der Zukunft
• Klimaschutz, Energiewende, Klimaanpassung
• Soziales Miteinander, Vereine
• Integration
• Kultur
• Handel, Gastronomie, Hotellerie
• Tourismus, Sport und Naherholung

Ein besonderes Augenmerk wird in dem Masterplanprozess auf die Querbezüge gelegt, bspw. die Zusammenhänge von Tourismus und Kultur oder von Wohnen und Ausbildung. Dabei werden städtische Handlungsmöglichkeiten und -felder definiert, über die eine Zielerreichung möglich gemacht werden kann.

Ergebnis dieses Prozesses werden handfeste Maßnahmen und Projekte sein, die im Zeitraum bis 2030 umgesetzt werden können, damit Michelstadt gewinnt.

Flyerdownload
Hier können Sie meinen Flyer herunterladen.

Klimaschutz und Energiewende in Michelstadt

Michelstadt muss einen fairen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Das bedeutet, dass wir als Stadt darauf hinarbeiten, hier bei uns vor Ort unsere Treibhausgasemissionen zu senken, sodass wir dazu beitragen, den Klimawandel im Sinne des Pariser Abkommens auf deutlich unter 2 Grad Celsius zu begrenzen.

Der Klimawandel wird durch Treibhausgase, die hauptsächlich aus Verbrennungsprozessen entstehen, verursacht. Im Vergleich zu Kohl, Öl und Erdgas erzeugen Erneuerbare Energien (aus Sonne, Wind und Wasser) erheblich geringere Treibhausgasemissionen und müssen daher ausgebaut werden. Denn Atomstrom ist definitiv keine Alternative, dafür setzen wir uns als GRÜNE seit über vierzig Jahren ein!

Gleichzeitig muss jede Energieeinheit, die nicht verbraucht wird, erst gar nicht erzeugt werden. Deshalb müssen wir als Stadt alles dafür tun, die Energieeffizienz zu steigern, indem wir unsere Gebäude energieeffizient sanieren, indem wir, (emissionsarm) wo immer möglich, zu Fuß, mit dem Fahrrad, mit dem ÖPNV oder auch mit dem Elektroauto unterwegs sind und indem wir Ökostrom produzieren und verwenden.

Über den Energiewende-Monitor der ENTEGA kann jede/r Michelstädter*in den aktuellen und historischen Stromverbrauch und die Stromerzeugung in unserer Stadt nachvollziehen.

Im Jahr 2020 haben wir etwa knapp die Hälfte unseres Stromes aus erneuerbaren Energien produziert. Das ist ein guter Start, doch wir brauchen mehr, um unsere komplette Versorgung selbst zu decken. Auch außerhalb des Stromsektors, z.B. im Bereich Mobilität und Heizen, werden erneuerbare Energiequellen benötigt.

Um diese Ziele zu erreichen, stehen die folgenden Maßnahmen im Vordergrund:

Treibhausgasmonitoring und Energiebilanz
Die Stadt Michelstadt stellt für alle privaten und öffentlichen Bereiche (Privathaushalte, Unternehmen, öffentliche Einrichtungen usw.) eine Treibhausgas- und Energiebilanz auf. Diese wird regelmäßig fortgeschrieben, um den aktuellen Stand zu erfahren und die Wirksamkeit von Klimaschutzmaßnahmen überprüfen zu können. Ohne ein solches Wissen ist effektiver Klimaschutz in unserer Kommune schwer möglich.

Effizienz
Die Stadt soll sich dafür einsetzen, in allen Bereichen die energetische Effizienz voranzubringen. Das bedeutet, energetische Sanierung öffentlicher Gebäude und eine kompetente und unabhängige Beratung für Michelstädter*innen, die ihre eigenen Gebäude sanieren möchten. Dabei sollen auch Maßnahmen wie hocheffiziente Blockheizkraftwerke (BHKWs), Geo-Thermie und Wärmepumpen besonders in den Blick genommen werden.

Solarenergie
Ausbau der Solarenergie auf allen öffentlichen und privaten Flächen, wo dies aus bau- und demalschutzrechtlicher und naturschutzfachlicher Sicht möglich ist. Um nur den Strombedarf unserer Stadt zu decken, wären rund 100,000 Quadratmeter Solarzellen (nach heutigem Stand der Technik) notwendig. Das entspricht der Fläche von etwa 130 Odenwaldhallen-Dächern. Die Stadt sollte mit gutem Beispiel voran gehen und bspw. alle Dorfgemeinschaftshäuser (inklusive Steinbach, Stockheim, Vielbrunn, Würzberg), Kindergärten, die (künftig sanierte) Odenwaldhalle und sonstige verfügbare Flächen im Rahmen von Sanierungen mit Solarzellen ausstatten. Darüber hinaus sollte die Stadt private Dachflächenbesitzer*innen dabei beraten (Förderprogramme) und unterstützen, die Solarenergie konsequent auszubauen.

Windenergie
Da die Sonne nicht immer scheint, ist in Kombination mit Solarzellen der Ausbau der Windenergie erforderlich. Ich setze mich für den weiteren Ausbau der Windenergie auf den Windvorrangflächen des demokratisch beschlossenen Teilplan Erneuerbare Energien (TPEE) in geordneten Verfahren ein. Ein Blick auf den ENTEGA-Energiewendemonitor zeigt: Ohne Windenergie ist die Energiewende in Michelstadt nicht zu schaffen! Dabei sollen die Bürgerinnen in der Planung der Anlagen selbstverständlich einbezogen werden und der Naturschutz wird natürlich nach Recht und Gesetz berücksichtigt werden. Ich setze mich darüber hinaus dafür ein, dass die Bürgerinnen und ggf die Kommune an den Erträgen direkt beteiligt werden, z.B. im Rahmen von Pachtverträgen oder Bürgerfonds, die dies vorsehen. Das ist anderen Orts bereits gängige Praxis.

Biomasse und Wasserkraft
Biomasse und Wasserkraft können flankierend Beiträge leisten, werden allerdings bereits in vielen Bereichen genutzt (z.B. die Hackschnitzelanlage zur Beheizung des Stadthauses mit Holz aus dem eigenen Stadtwald). Unabdingbar ist in diesem Zusammenhang die Errichtung einer Halle auf dem derzeitigen Lagerplatz (mit Solarmodulen auf dem Dach), um das Holz für die Heizungsanlage im Stadthaus auch trocken lagern zu können und somit teure Holzzukäufe zu vermeiden. Wichtig ist zudem eine nachhaltige Bewirtschaftung des Waldes und ein sorgsamer Umgang mit Energiepflanzen und Gülle. Große Monokulturen mit Energiepflanzen (z.B. Mais) sowie die Ausweitung der Massentierhaltung lehne ich ab; diese wirken durch großen Ressourcenverbrauch und Bodenerosion negativ auf das Klima

Energiespeicherung
An verschiedenen Stellen wie z.B. in Groß-Umstadt oder auch in weiterer Ferne in Kalifornien gibt es bereits Energiespeicher. Einige dieser sind so leistungsfähig, dass locker Michelstadt oder der ganze Odenwald mit gespeicherter Energie versorgt werden könnte. Diese Möglichkeiten möchte ich hier in Michelstadt prüfen, damit wir überschüssige Energie optimal speichern und dann verwenden können.

Umsetzung
Bei der Vergabe öffentlicher Aufträge und in der Beratung soll in fairen Vergabeverfahren, wo immer möglich, mit lokalen Firmen zusammen gearbeitet werden. Denn energieeffiziente Sanierung und erneuerbare Energien schaffen Arbeitsplätze. In Hessen gibt es pro Windkraftanalage zum Beispiel etwa 5 Arbeitsplätze.

Energie

Echter Klimaschutz bedeutet die Sicherung unseres Lebens— für uns und für unsere Kinder. Michelstadt kann und muss etwas tun. [mehr]

Energiewende
Wir möchten Sonnenenergie auf städtischen und privaten Häusern besser nutzen. Dafür brauchen wir Solarzellen. Die Windenergie wollen wir ausbauen. Dabei muss der Naturschutz beachtet werden. Dies steht so auch im Regionalplan. Bei neuen Windrädern können sich die Bürger*innen mit Geld beteiligen. So sind sie dann auch am Gewinn beteiligt. [mehr]

Energieeffizienz
Häuser müssen gedämmt werden, damit sie weniger Energie verbrauchen. Das ist dann gut für die Bewohner*innen. [mehr]

Stadtwald klimastabil
Im Stadtwald sollen Bäume gepflanzt werden, die mit der Hitze und Trockenheit im Sommer besser zurechtkommen. Naturwald-Bereiche sollen Erholungsmöglichkeiten für Tiere und Pflanzen bieten.

Streuobstwiesen
Die Streuobstwiesen mit vielen Obstbäumen sollen gepflegt und erhalten werden.

Grüngürtel erhalten
Die grünen Wiesen und Wälder um Michelstadt sind wichtig. Sie müssen erhalten bleiben. Zuerst sollen alle freien Baugebiete in der Stadt genutzt werden. Dann darf hier gebaut werden.

Zukunft

Mit guten Ideen, Wohlwollen, Geduld, Mut und einer Portion Humor gewinnt Michelstadt.

Odenwaldhalle

Die Odenwaldhalle soll neu geplant werden. Sie soll dafür genutzt werden:
• Treffunkt und Ausleihe für Bücher, Filme und andere Informationen
• Musik- und Theaterveranstaltungen
• Großer Veranstaltungsraum für Schulen (Gymnasium, BSO und künftige Hochschule Michelstadt)
• Jugendräume

Hochschule Michelstadt
In Zukunft soll es eine Hochschule in Michelstadt geben.
Wünschenswert ist ein Studium mit den Fächern Holz, Kunststoff und Gestaltung (Design).

Sitzungsstreaming
Sitzungen von Stadtverordneten und Ausschüssen sollen regelmäßig direkt übertragen werden. Diese Videos sollen auf der Internet-Seite der Stadt Michelstadt zu finden sein. So können sich die Bürger*innen informieren. Dies ist zeitgemäß und die städtische Politik wird damit überschaubarer.

regionales Essenkonzept für KiTas
Kinder und Jugendliche sind unsere Zukunft.
Für die Kinder soll in den Kinder-Tagesstätten gekocht werden. Die Zutaten sollen aus der Region Odenwald kommen.

Ballsportanlage
Die bereits genehmigte Ballsportanlage, soll endlich gebaut werden. Dies wurde von den anderen Parteien verhindert.

Jugend
Eine Jugendpfleger*in soll für Michelstadt sofort eingestellt werden. Jugendliche brauchen Orte, wo sie ihre Freizeit verbringen können. Die Orte sollen Möglichkeiten für unterschiedliche Aktivitäten bieten.

Michelstadt voranbringen – erfolgreich, lebendig und lebenswert

Am Freitag, den 12.02.2021 gab es ein Gespräch mit dem grünen Bürgermeisterkandidat Dr. Jonas Schönefeld.

Als Gäste waren eingeladen Jochen Partsch, Oberbürgermeister von Darmstadt, Karl-Reinhard Wissmüller, Busunternehmer, Gesine Stöcker, Architektin und Erika Bär, Gastronomin. Diese drei Gäste kamen alle aus Michelstadt. Das Gespräch fand online von 19:00 bis 20:00 Uhr statt.

Man sprach über Möglichkeiten und Herausforderungen für Michelstadt. Wie kann die Innenstadt lebendig und lebenswert bleiben? Dazu wurden viele Ideen ausgetauscht.

Diese Gesprächsrunde konnte man sich zu Hause am Bildschirm anschauen. Vor und während der Veranstaltung konnten mit Email und über die sozialen Medien Fragen gestellt werden.

Ein Video des Livestreams können Sie sich unter diesem Link auf YouTube ansehen.

Mobilität

Michelstadt braucht neue, zeitgemäße Verkehrskonzepte für Fußgänger*innen, Radfahrer*innen und den Autoverkehr ›› › Mobilität für alle!

Radwegekonzept
Verwirklichung des Michelstädter Radwegekonzeptes mit Ausweisung von sicheren Radspuren.

sichere Schulwege
Beseitigung von Gefahrenpunkten in der Erbacher Straße, in der Hoch- und Waldstraße, denn Schüler*innen haben ein Recht auf sichere Schulwege!

e-Carsharing
Ausweitung des e-Carsharing-Angebotes ›› › mobil ohne eigenes Auto!

Attraktiver ÖPNV
Stärkere Auslastung des City-Bus-Systems durch attraktivere Preise und Kombi-Ticket-Angebote.

Verkehrskonzept
Auch beim städtischen Verkehrskonzept den­ken und planen wir Neues: direkte Zufahrten von der B45 zum neu gestalteten Bienen­markt-Platz, der entsiegelt und begrünt werden muss.